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Der junge Kassierer schnaubte leise, als er einen Blick auf die Karte warf. Auf seinem Namensschild stand Kaden. „Sir“, sagte er mit einem schiefen Grinsen, „dieser Ausweis ist von 1975. Den kann ich nicht annehmen.“ Arthur erhob nicht die Stimme. Er widersprach nicht. Er schob einfach die abgenutzte Ledergeldbörse langsam und bedächtig zu sich zurück. Die Schlange hinter ihm bewegte sich und seufzte, die Ungeduld war spürbar. „Das ist ein Veteranenausweis“, erwiderte Arthur ruhig. „Die sind unbegrenzt gültig.“ Kaden schnaubte verächtlich. „Klar.“ Er klopfte auf den Tresen. „Laut unseren Geschäftsbedingungen werden nur gültige Ausweise akzeptiert. Wenn Sie die zehn Prozent Rabatt wollen, müssen Sie sich an die Regeln halten.“ Dann winkte er dem nächsten Kunden zu, als wäre Arthur nicht mehr da. Jemand hinter Arthur meldete sich zu Wort. „Er hat seinem Land gedient. Geben Sie ihm einfach den Rabatt.“ Kadens Kiefer verkrampfte sich. Er hasste es, korrigiert zu werden – besonders vor Kunden. Er holte scharf Luft, bereit, etwas zu erwidern, als sich plötzlich die Tür zum Hinterzimmer öffnete. Ein Mann Ende vierzig trat heraus. Gut gekleidet. Ruhig. Der Besitzer. Vincent warf einen Blick auf die Szene und runzelte die Stirn. „Was ist denn hier los?“, fragte er. Kaden deutete lässig in die Richtung. „Der Typ versucht, mit so einem uralten Veteranenausweis anzukommen. Behauptet, der sei noch gültig.“ Vincents Blick fiel auf die Karte in Arthurs Hand. Er trat einen Schritt näher. Dann noch einen. Ihm wich die Farbe aus dem Gesicht. Er sah Arthur nicht mehr an. Er hörte Kaden nicht einmal mehr zu. Seine Aufmerksamkeit war auf das verblasste Foto gerichtet, das in die Karte laminiert war – die Uniform, die Augen, der Name, der vor lauter Alter kaum noch zu erkennen war. Seine Stimme war rau, kaum mehr als ein Flüstern. „Woher hast du den?“ Vincent fragte mit zitternder Hand und deutete: „Der Mann auf dem Foto … ich kenne ihn.“ Es herrschte Stille im Laden..

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Der Kassierer – ein junger Mann namens Kaden – schnaubte leise vor sich hin.

„Sir, dieser Ausweis stammt aus den Siebzigern. Den kann ich nicht annehmen.“

Arthur erhob nicht die Stimme. Er widersprach nicht. Er schob die rissige Ledergeldbörse einfach mit der langsamen Sorgfalt eines Menschen, der längst gelernt hatte, dass Geduld den Stolz überdauert, zurück in seine Tasche. Die Schlange hinter ihm rückte zusammen und seufzte; eine gewisse Irritation lag in der Luft.

„Das ist ein Militärausweis“, sagte Arthur leise. „Die sind unbegrenzt gültig.“

Kaden grinste. „Ist egal. Laut Hausordnung gilt nur ein gültiger Ausweis. Wer den Veteranenrabatt will, muss sich an die Regeln halten.“ Er winkte dem nächsten Kunden zu und tat Arthur damit als lästige Pflicht ab.

Eine hinter ihm stehende Frau meldete sich zu Wort: „Er hat seinem Land gedient. Gebt ihm einfach den Rabatt.“

Kadens Kiefer verkrampfte sich. „Ma’am, Richtlinie ist Richtlinie.“

Bevor er noch etwas sagen konnte, öffnete sich die Tür zum Hinterzimmer.

Der Besitzer, Vincent – ​​Mitte vierzig, mit müden Augen –, trat heraus und spürte sofort die angespannte Stimmung. „Was ist hier los?“

„Er versucht, irgendeine veraltete Tierarztkarte zu benutzen“, sagte Kaden und gestikulierte abweisend.

Vincents Blick fiel auf die Karte, die sich noch immer in Arthurs Hand befand.

Er machte einen Schritt näher.

Dann noch einer.

Sein Gesicht war kreidebleich.

Er sah Arthur nicht mehr an. Sein Blick ruhte auf dem verblassten Foto auf der laminierten Karte.

Seine Stimme sank zu einem Flüstern.
„Woher hast du das?“

Arthur folgte seinem Blick nach unten zu dem Bild – ein unmöglich junger Mann, der in der Zeit erstarrt war.

„Er war mein Freund“, sagte Arthur leise.

Vincent schluckte schwer. „Dieser Mann… sein Name ist George Bennett.“

Arthur nickte. „Ja.“

Vincent verlor die Fassung. „Er war mein Vater.“

Die Worte trafen ihn wie ein schweres Gewicht. Arthur starrte ihn an und sah in den Augen des Mannes Echos von George – dieselbe Wölbung, denselben Ausdruck.

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