Jung, alt, benachteiligt – wer am stärksten leidet

Besonders schwierig ist die Lage für Auszubildende, Studierende und Berufseinsteigerinnen. Viele zahlen mehr als die Hälfte ihres Budgets für Miete oder brechen ihre Ausbildung ab, weil sie kein Zimmer finden. Gleichzeitig wächst der Druck auf Seniorinnen und Senioren, deren Renten kaum mit steigenden Wohnkosten Schritt halten. Immer mehr ältere Menschen müssen in kleinere Wohnungen oder Randlagen umziehen, um nicht in die Altersarmut zu rutschen.
Noch drastischer ist die Situation für Menschen mit Behinderungen: Barrierefreie Wohnungen sind rar, und Vorbehalte mancher Vermieter verschärfen die Benachteiligung. Die Studie spricht von systematischer Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt.
Wo in Deutschland ist der Mangel am größten? Ein Blick in die Regionen verrät es.
Hier brennt es besonders

Nordrhein-Westfalen führt die Negativliste mit rund 376 000 fehlenden Wohnungen an, gefolgt von Bayern mit etwa 233 000. In Niedersachsen sind es 117 000, in Baden-Württemberg knapp 110 000. Überraschend besser steht Bremen da – doch auch dort werden 13 000 Wohnungen schmerzlich vermisst. Mitteldeutschland kommt etwas glimpflicher davon, dennoch fehlen allein in Sachsen 26 000 Mietobjekte.
Ob Metropolregion oder ländlicher Raum: Die Schere öffnet sich überall, wenn auch in unterschiedlichem Tempo. Wohnungsmarkt-Expertinnen warnen vor einem Flickenteppich der Ungleichheit, der Wanderungsbewegungen und soziale Spannungen verstärken könnte.
Kann die Politik diesen Trend noch stoppen?
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