Die nächsten Wochen verbrachte ich in einer sicheren Unterkunft, wo ich emotionale Unterstützung, Rechtsberatung und die nötige Ruhe fand, um wieder durchzuatmen. Ich traf keine überstürzten Entscheidungen; ich fand zu mir selbst zurück.
Wir haben die erforderlichen Berichte eingereicht. Margaret erklärte sich sogar bereit, auszusagen und räumte damit die Muster ein, die sie jahrelang ignoriert hatte.
Die Genesung war nicht einfach. Das ist sie nie. Aber sie war der Beginn eines Lebens, in dem ich endlich aufatmen konnte.
Heute schreibe ich dies aus einer kleinen Wohnung, die ich selbst bezahle. Der blaue Fleck ist verblasst, und obwohl die seelischen Narben länger brauchen, um zu heilen, fühle ich mich stärker, als ich je erwartet hätte.
Und eines ist mir sicher:
Der Abschied war der erste Schritt, um mein Leben zurückzugewinnen.
An alle, die das hier lesen, möchte ich eine ernst gemeinte Frage stellen:
Wenn Sie an meiner Stelle gewesen wären – nach dieser ersten Ohrfeige, diesem ersten Verrat –, was hätten Sie getan?
Manchmal braucht jemand nur das Wissen, dass er nicht allein ist, um den ersten Schritt zu tun.