„Raymond Carter.“
Der Name ließ Brandons Grinsen verschwinden. Seine Haltung veränderte sich augenblicklich. „Ich will nur sichergehen, dass sie nicht betrogen wird“, sagte er schnell. „Wenn es um Geld geht, sollten wir reden. Sie steht bei mir in der Schuld.“
Ich lachte einmal, scharf und klar. „Du hast mir alles genommen. Und jetzt willst du auch noch einen Teil meiner letzten Lebensader?“
Brandon beugte sich näher zu ihm. „Ohne mich hättest du gar nichts.“
Ich begegnete seinem Blick. „Sieh mir zu.“
Zwei Tage später rief die Klinik an. Ich schaltete auf Lautsprecher, weil meine Hände zu stark zitterten.
„Frau Parker“, sagte die Krankenschwester, „Ihre Ergebnisse sind eindeutig. Raymond Carter ist Ihr biologischer Großvater.“
Einen Moment lang vergaß ich, wie man atmet. Raymond schloss die Augen, wie ein Mann, dem endlich erlaubt wurde zu trauern. Mr. Hales hielt sich den Mund zu. Und ich – die Frau, die wie Wegwerfware behandelt worden war – spürte, wie sich die Welt neu ordnete.
Raymond stellte keine Forderungen. Er sagte lediglich: „Wenn Sie Antworten wollen, werden wir sie finden. Akten. Anwälte. Die ganze Wahrheit darüber, wie Sie verloren gegangen sind.“
Ich berührte die Kette – nicht mehr als Druckmittel, sondern als Beweis. „Ich will die Wahrheit wissen“, sagte ich. „Und ich will mein Leben zurück. Brandon hat nicht das Recht, mich umzuschreiben.“
Raymond nickte einmal. „Dann fangen wir heute an.“
Darf ich Sie fragen: Wenn Sie eine Familie entdecken würden, von deren Existenz Sie nichts wussten, würden Sie sich ihr anschließen … oder lieber allein weitergehen, um Ihren Frieden zu bewahren?
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